Tote und Verletzte: Rentner rast im Sauerland in Schützenzug

19.07.2009

Zwei Tote und mehr als 50 Verletzte bei tragischem Unfall auf einem Schützenfest im Sauerland: Ein 79 Jahre alter Autofahrer ist am Sonntag im nordrhein-westfälischen Menden in einen Fest-Umzug der Sankt-Hubertus-Schützen gerast. 14 Menschen wurden schwer verletzt, wie die Polizei mitteilte. Der Rentner fuhr den Angaben zufolge auf einer abschüssigen Straße mit seinem schwarzen A-Klasse-Mercedes ungebremst „mitten in den hinteren Teil“ des Umzuges hinein, mit dem der Verein sein 60-jähriges Bestehen feierte.
Mehr als 100 Einsatzkräfte kümmerten sich vor Ort um die Verletzten. Auch Rettungshubschrauber waren im Einsatz, die Schwerverletzten wurden bis Köln, Siegen, Dortmund und Hamm gebracht. Neben den Schwerverletzten gab es 37 Leichtverletzte, die großteils wegen Schocks Betreuung brauchten.
Bei den Toten handelt es sich laut Polizei um einen 69-jährigen und einen 40-jährigen Mann, die im letzten Teil des Umzugs marschierten. Die Polizei hatte zunächst von drei Toten berichtet und korrigierte ihre Angaben erst am Abend nach unten. Wie auch die Schwerverletzten wurden die Männer von dem Mercedes überrollt. Andere Unfallopfer wurden laut Augenzeugenberichten durch die Luft geschleudert. Ein Feuerwehrsprecher sprach von einem „Szenario des Grauens“.
Der Fahrer überlebte das Unglück schwer verletzt und wurde ins Krankenhaus gebracht. Vernehmungsfähig war der 79-Jährige aber nicht. Für die geschockten Zuschauer wurde im nahen Schützenheim eine psychologische Betreuung mit Notfallbegleitern eingerichtet, wie Feuerwehrsprecher Axel Stüken mitteilte. Unter den Augenzeugen war auch der Bürgermeister von Menden.
Die Polizei ging zunächst nicht von einer geplanten Tat, einer Amok-Fahrt oder Ähnlichem aus, da es dafür keine Anhaltspunkte gab: „Wir gehen bisher von einem Unfall aus“, sagte Polizeisprecher Dietmar Boronowski. Die genaue Unfallursache war aber auch am Sonntagabend noch unklar, die Polizei sicherte vor Ort noch Spuren. Ein Schwächeanfall als Ursache wurde am Abend nicht mehr ausgeschlossen. Mit einem Hubschrauber wurden Luftaufnahmen gemacht.


Quelle: www.msn.de

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